Wahrscheinlich kennen wir sie schon, die Witze welche hier zu lesen sind und etwas mit unserer Heimat zu tun haben. - (Oder auch nicht?)
Trotzdem lesen wir sie - und manchmal werden dabei Erinnerungen wach.
An die Jugend zum Beispiel, als wir uns gegenseitig mit immer neuen zu überraschen versuchten. Manchmal ganz dummen, selbst ausgedachten.
Gern wird an dieser Stelle auch an den Netzwart eingesandter, eigener Humor veröffentlicht!
Und hier also etwas heiteres, bekanntes oder doch unbekanntes, von den zwei Charakterfiguren
Oberschlesiens, Antek und Franzek
Eine gefährliche Frau
Franzek hat Probleme mit seiner Frau.
Verständnisvoll meint Antek: "Solltest ihr zeigen deine Zähne, Franzek".
"Hab ich das schon gemacht, Antek!" -
"Na, und jetzt?" -
Das war ein Fehler, jetzt fehlen mir drei!"
Ganz interessant
Antek zu seiner Sophie: "Komm, pack Koffer mit deinen Sachen. Wir gehen zu Elektrohaus Lewinski."
Marie: "Was soll das, was soll ich da, noch mit meinem Koffer?"
Antek: "Nu, lasse ich dich dort. Lewinski hat annonciert: 'Bei Kauf einer neuen Waschmaschine, nehme ich ihre Alte in Zahlung'!"
Immer in schlechten Gesellschaft
"Sie sind wohl nur in schlechter Gesellschaft gewesen, Angeklagter", konstatiert der Richter.
"Sie sind deswegen auch ein absolut verdorbener Mensch", schiebt er noch nach.
"Jawoll, bin ich das Herr Vorsitzender", sagt der Franzek einsichtig.
"Hab ich nämlich seit achzehntem Geburtstag nur mit Richtern zu tun gehabt."
Ist doch eine Verschwendung
Beim Karliner am Germaniaplatz in Gleiwitz trifft Franzek den Antek.
Franzek: "Schön, daß Du da bist! Darauf gebe ich einen aus - zum Essen und zum Trinken.
Hier sind drei Mark, kaufen wir ordentlich Schnaps und für 10 Pfennig Semmeln."
Antek: "Warum so viel Semmeln?"
Beamtenbestechung
Antek hat seinen Freund Franzek lange nicht gesehen. Endlich trifft er ihn wieder.
Antek: "Wo warst Du gewesen so lange?"
Franzek: "War ich im Gefängnis."
Antek: "Im Gefängnis? Weswegen denn?"
Franzek: "Nu, wegen Beamtenbestechung."
Antek: "Du, wegen Beamtenbestechung? Glaubt Dir kein Mensch! Hast ja gar kein Geld!"
Franzek: "Ja, nicht mit Geld, mit Messer!"
Mißverständnis
Antek: "Möchte ich Fahrkarte auf Kattowitz."
Beamter: "Das heißt nicht auf Kattowitz, sondern nach Kattowitz, mein lieber Mann!"
Antek: "Nu, da geben Sie nach Kattowitz. Das kleine Stück laufe ich dann eben zurück!"
Das Erbe
Beim Sonntagsspaziergang trifft Antek den etwas kleinwüchsigen Franzek auf der Straße. Der paradiert da mit einem eleganten Spazierstock, welcher aber für ihn viel zu lang ist. Deswegen sagt Antek:
"Der ist doch etwas unbequem für dich, woher hast du ihn?"
"Von meinem Onkel, geerbt" - antwortet Franzek ganz stolz.
"Da würde ich ihn etwas kürzen" - meint der praktische Antek.
"Geht nicht" - bedauert Franzek, "dann hätte ich ihn nicht wo zu halten".
"Du sollst doch nicht den Griff abschneiden", meint sein Freund etwas befremdet:
"Unten mußt du ihn kürzen."
"Was unten? Er ist doch oben zu lang!" - Beendet Franzek dieses Gespräch.
"Nun Otto, wolltest du dich demnächst nicht mit Petra verloben?"
"Daraus wird nichts mehr."
"Ja, wieso denn nicht? Konntest ihr doch von deinem reichen Erbonkel erzählen."
"Habe ich doch. Deswegen ist sie jetzt meine Tante!!!"
"Stell dir vor, Bruno ist gestern mit meiner Frau durchgebrannt."
"Das ist ein starkes Stück. Dachte ich doch, daß Bruno dein bester Freund ist?"
"Jetzt ist er es!"
Hubert trifft seinen Freund bei einem Glas Bier.
"Du, sag mal, du warst doch zur Erholung bei deiner Schwiegermutter, im Gebirge?"
"Ja", antwortet Hubert mit einem schiefen Gesichtsausdruck.
Worauf der Freund sich interessiert erkundigt: "Wie war es denn so?"
"Wenig herzlich" sagte Hubert sinnend darauf.
"Aber das Essen?" wollte der Freund wissen.
"Herzlich wenig" - war die monotone Antwort.
Zwei Freunde unterhalten sich beim Bier über intime Angelegenheiten:
"Ja, aber gestern sollte es doch interessant werden? Erzähl mal, wie ist denn der Krach mit deiner Frau ausgegangen?"
"Ha, auf den Knien kam sie doch angekrochen!"
"So, so - und was hat sie gesagt?"
"Ewig kannst du sowieso nicht unter dem Bett bleiben, du Feigling!..."
Ja, früher... Erzählte Opa.
Das Leben war viel billiger. Mutter gab mir 5 DM, damit ich einkaufe. Und wirklich, nach einer Stunde war ich wieder daheim. Die Tasche voll mit Wurst. Marmelade, Butter und anderem Essenszeug. Aber heute, ... überall die Spiegel, Kameras....
Der wissendurstige kleine Hugo möchte es wissen und fragt seinen Vater: "Sind denn Idioten große Tiere?"
"Aber nein" antwortet der, "es sind Menschen, solche wie du und ich".
"Was gab es denn gestern für einen Radau bei euch?" fragt der etwas neugierige Nachbar. "Um was ging es?"
"Eigentlich um nichts" ist die etwas unwillige Antwort. "Es ging nur um den Brief."
"Aha, vergessen abzuschicken."
"Nein, beseitigen."
Weitsicht
Die Verlobte strahlt:
"Wenn wir heiraten, werden wir drei Kinder haben!"
"Wie willst du das so genau wissen, Schätzchen?" - fragt der Bräutigam.
"Sie leben bis jetzt bei meiner Mutter".
Er hat schlechte Erfahrungen
Seine Ehefrau hat sich eine Perücke gekauft, trifft dann auf der Straße ihren Mann und fragt kokett:
"Na, mein Süßer, wie wäre es denn mit uns beiden?"
"Nee, Süße", sagt der nach kurzer Überlegung, "du erinnerst mich zu sehr an meine Frau."
Glück
Erzählt die Nachbarin:
"Mein Mann hat immer Glück! Gestern erst ließ er sich gegen Unfall versichern, und schon heute hat ihn ein Auto überfahren."
Der Finanzminister stellt einen Antrag und möchte vom Bundestag mehr Mittel für sein Ressort bewilligt haben: "Wir brauchen unbedingt zusätzliches Geld zur Finanzierung einer neuen Abteilung, welche Pläne für Sparmaßnahmen erarbeiten soll..."
Ernte
Es ist nach der Kartoffelernte. Nachdenklich steht der Kleinbauer vor den eingefahrenen Kartoffeln.
"Weißt Du", sagt er zu seinemn nicht besonders hellem Knecht, "wir machen es so: Die eine Hälfte der Kartoffeln kommt in den Keller, die andere auf den Markt!"
Meint der Knecht: "Das gibt aber eine Heidenarbeit, all die Kartoffeln durchzuschneiden!"